Rassismuskritik und Diversity im Sportalltag
Termin: 08. Mai 2026
Uhrzeit: 10.00 - 17.00 Uhr (8 Lerneinheiten)
Ort: DFB-Campus Kennedyallee 274 60528 Frankfurt am Main
Referentin: Rachel Etse – Ethnologin & Rassismuskritische Trainerin
Sport bringt Menschen zusammen – aber nicht alle erleben ihn gleich. Auch im Trainingsalltag zeigen sich Ungleichheiten: in Sprache, Erwartungen, Rollenbildern oder darin, wer gehört wird und wer nicht.
In diesem Workshop schauen wir gemeinsam auf solche Situationen – nicht nur auf einzelne Vorfälle, sondern auch auf die Strukturen dahinter.
Zum Beispiel:
- diskriminierende Sprüche auf dem Platz oder in der Kabine
- unterschiedliche Maßstäbe und Erwartungen für Spieler:innen
- geschlechterbezogene Zuschreibungen und Rollenbilder
- rassistische Aussagen im Team, von Eltern oder im Umfeld
- Unsicherheit im Umgang mit Diskriminierung: "Eigentlich müsste ich reagieren – aber wie?”
Du bist eingeladen, eigene Offenheit und Reflexionsbereitschaft mitzubringen. Gleichzeitig geht es darum, genauer hinzuschauen: Welche Erfahrungen und Bilder wirken in mir? Welche „Normalitäten“ habe ich vielleicht nie hinterfragt? Und wie beeinflusst das meine Wahrnehmung und mein Handeln als Trainer:in?
Darum geht es in diesem Workshop
- Diskriminierung im Alltag auch dann zu erkennen, wenn sie nicht offen benannt wird
- strukturelle Zusammenhänge besser zu verstehen
- eine klare Haltung zu entwickeln
- sicherer zu reagieren, wenn Grenzen überschritten werden
- ein Teamklima zu schaffen, in dem sich alle gesehen und respektiert fühlen
Der Workshop unterstützt Dich dabei, im Trainingsalltag klar zu reagieren, Grenzen zu setzen und ein Umfeld zu gestalten, in dem Zugehörigkeit, Respekt und Teilhabe gelebte Praxis werden.
Biographie Referentin
Rachel Etse ist Ethnologin und rassismuskritische Trainerin. Sie arbeitet in der Bildungs- und Beratungsarbeit zu Rassismuskritik, Diskriminierung und postkolonialen Perspektiven und begleitet Organisationen, Sportvereine – insbesondere im Fußball – sowie Bildungskontexte in Reflexions- und Lernprozessen. Ihr Fokus liegt auf einer praxisnahen, dialogischen Auseinandersetzung, die direkt im Sportalltag anwendbar ist.
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