41Campus - das Bildungsportal
für TeamMentoring im Sport

Unser TeamMentoring-Programm richtet sich an junge Erwachsene, die im Sport als Trainer*in oder Teamer*in aktiv sind oder dies werden wollen. Das Ziel ist, die ganzheitliche Bedeutung des Sports und dessen Ressourcen für den Einzelnen und für das Team zu erkennen, zu analysieren und zu reflektieren. Ein vielfältiges Angebot an Übungen und praxisrelevanten Aspekten stellt sicher, dass die Inhalte in der Praxis umsetzbar sind. Das Kurssystem befähigt die Teilnehmer*innen darin, Kinder und Jugendliche in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung zu fördern und eine würdevolle Beziehungsqualität zu gestalten. Gleichzeitig stärkt die Rolle der TeamMentor*in das eigene persönliche Wachstum durch die Aneignung umfassender Handlungskompetenzen über den Sport hinaus.

Wir haben zwei unserer Game Changer nach dem ersten Durchlauf der Ausbildung besucht, um mit ihnen über ihre Erfahrungen zu sprechen. Assina und Max erzählen uns, was für sie der Begriff Game Changer bedeutet und was sie alles aus unserem Programm für sich und ihr Team mitnehmen konnten.

Personale Kompetenz – Persönlichkeitsbildung

Das TeamMentoring-Programm basiert auf der Annahme, dass Persönlichkeit entwickelbar ist. Der Sportkontext bietet hierbei einen wertvollen Resonanzraum für persönliches Wachstum und die Entfaltung personaler Qualitäten. Als Voraussetzung für diesen Entwicklungsprozess gewinnen die Teilnehmer*innen ein Verständnis für die eigene Identität und das damit verbundene Selbstbild. Als Zugang zu einer realistischen Einschätzung der eigenen Persönlichkeit dient ein fachlich anerkannter Persönlichkeitstest. Die Ergebnisse werden während der gesamten Ausbildung in Beziehung zu den Lerninhalten und Übungen gesetzt, um die eigenen Handlungsmuster und deren Wirkung im Team verständlicher werden zu lassen. Darüber hinaus lernen die Teilnehmer*innen die Bedeutung eines positiven Selbstwertgefühls für ein gutes Aufwachsen von Mädchen und Jungen zu verstehen und förderliche Bedingungen im sportlichen Umfeld zu analysieren und zu gestalten.

Soziale Kompetenz – Teambildung

Der Mensch braucht die Gemeinschaft zur Entwicklung seiner Möglichkeiten. Gleichzeitig wachsen Teams über sich hinaus, weil ihre Mitglieder dazu bereit sind, sich aufeinander einzulassen und ihre individuellen Fähigkeiten und Einstellungen für das gemeinsame Ziel engagiert einzubringen. Um diesen vielschichtigen Prozess qualifiziert zu begleiten, entwickeln die zukünftigen Mentor*innen ein tiefes Verständnis für das Teamerleben als kreatives Wirkungsfeld. Sie lernen, mit Unterstützung eines Teamanalyseinstruments die typischen Entwicklungsphasen mit ihren besonderen Herausforderungen zu erkennen und ihnen angemessen zu begegnen. Zusätzlich werden sie eingeladen, ein individuelles Stärkenprofil für ihre Rolle im Team zu erarbeiten und ein größeres Bewusstsein für die eigene Teamhaltung und damit verbundene Einstellungen zu entwickeln.

Wertekompetenz – Urteilsbildung

Wertekompetenz ist die Fähigkeit, sich seiner eigenen Werte bewusst zu sein, eine individuelle Wertehaltung einzunehmen und sich mit unterschiedlichen, auch konkurrierenden Werten konstruktiv auseinanderzusetzen. Wertebildung als komplexer Lernprozess unterstützt junge Menschen darin, ein eigenes Wertesystem zu entwickeln, das ihre Identität prägt, sie in ihrer Urteilsfähigkeit stärkt und sie in ihrem Handeln leitet. Hierzu werden Grundlagen und Leitlinien der werteorientierten Persönlichkeitsentwicklung behandelt und praktische Gestaltungsmöglichkeiten für eine lebendige Wertegemeinschaft im Sportkontext erarbeitet.

Kommunikative Kompetenz – Beziehungsqualität

Kommunikation dient in erster Linie dazu, zwischenmenschliche Beziehungen zu gestalten und Teilhabe zu erfahren. Sie ist somit ein wesentliches Grundbedürfnis des Menschen. Kommunikationskompetenz zeigt sich in einer wertschätzenden Haltung und Beziehungskultur. Sie erfordert Offenheit, die Bereitschaft zur Selbstreflexion und ein hohes Maß an Empathiefähigkeit. Durch praktische Übungen und spielerische Methoden entwickeln die Teilnehmer*innen ein besseres Verständnis für Kommunikationsprozesse und -dynamiken und finden einen angemessenen Umgang mit verbalen und nonverbalen Verhaltensweisen im Miteinander. Der eigene Kommunikationsstil wird durch regelmäßige Feedback-Techniken und die Kultur des aktiven Zuhörens reflektiert und verfeinert. Anhand von Praxisbeispielen aus dem Trainingsalltag werden herausfordernde Situationen analysiert, das eigene Verhalten reflektiert und den Anliegen konstruktiv begegnet. Grundlage hierfür ist das Handlungskonzept des amerikanischen Psychologen Marshall B. Rosenberg.

Führungskompetenz – Mentoring

Als Grundlage für einen sorgsamen und verantwortungsbewussten Umgang mit den jungen Menschen benötigen „GameChanger“ in der Rolle als TeamMentor *innen ein beziehungssensibles Führungsverständnis. Ziel ist die Entwicklung einer eigenen Führungsidentität. Für die Herausbildung eines authentischen Führungsstils werden die eigenen Stärken und inneren Haltungen in Bezug auf Führungsaufgaben und -verhalten reflektiert und in Führungsqualitäten übersetzt. Außerdem geht es um die bewusste Auseinandersetzung mit Beziehungsdynamiken und Gestaltungsmöglichkeiten von optimalen Lern- und Entwicklungskontexten von Teams.

Emotionale Kompetenz – Achtsamkeit und Empathieempfinden

Gefühle spielen eine wichtige Rolle in der Selbstwahrnehmung und haben einen großen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung. Die zukünftigen „GameChanger“ werden in ihrer Wahrnehmungsfähigkeit eigener und fremder Gefühle sensibilisiert. Durch Achtsamkeitsübungen erfahren sie, dass das eigene Empfinden ein wichtiger Hinweis für ein besseres Verständnis des eigenen Verhaltens sein kann. Darüber hinaus werden sie in ihrem Empathieempfinden, der Gestaltung von befriedigenden zwischenmenschlichen Beziehungen und einem konstruktiven Umgang mit belastenden Situationen gestärkt. Für die Praxis werden ihnen Techniken an die Hand gegeben, wie sie Kinder und Jugendliche in ihrer Fähigkeit, Gefühle angemessen wahrzunehmen, wertzuschätzen und zu regulieren, unterstützen können.

Ausbildungsmodule

Persönlichkeit – Werte – Teamflow

Du gewinnst einen Zugang zu einer realistischen Einschätzung Deiner Persönlichkeit mit Deinen individuellen Interessen und Bedürfnissen und erfährst ein besseres Verständnis für Verhaltensmuster im Teamkontext.

Zusätzlich reflektierst Du Deinen Werterahmen als Orientierung für Dein eigenes Handeln und im Umgang mit Teams. Du gewinnst ein Verständnis für das Teamerleben als kreatives Feld des persönlichen und gemeinschaftlichen Wachstums und kennst die förderlichen Bedingungen, um Teamflow zu ermöglichen.
Modul I ist derzeit für den Termin 16. - 18.09. geplant

Kommunikation – Führung

Du entwickelst ein Verständnis für tieferliegende Hintergründe, die Menschen in ihrer Art zu kommunizieren beeinflussen und lernst, Gespräche achtsamer zu gestalten.

Für Deine Rolle als TeamMentor*in reflektierst Du Deine Führungsaufgaben und entwickelst eine eigene Führungsphilosophie in der Beziehungsgestaltung mit den Kindern und Jugendlichen.
Modul II ist derzeit für den Termin 28. - 30.10. geplant

Emotionsregulation – GameChanger-Rolle

Du lernst Dich und Deine Gefühle besser kennen und findest einen konstruktiven Umgang damit. Du findest Wege, wie Du Kinder und Jugendliche in ihrer Fähigkeit, Gefühle angemessen wahrzunehmen, wertzuschätzen und zu regulieren unterstützen kannst.

Du beschließt die Ausbildung mit Deinem persönlichen GameChanger Profil.

Modul III ist derzeit für den Termin 09. - 11.12. geplant

Bewirb Dich!

Wann geht es wieder los?

Wir planen die nächste Game Changer Ausbildung für den Herbst 2020. Aufgrund der aktuellen Situation können sich eventuell aber noch Änderungen ergeben. Unser Ziel ist im Moment, im September/Oktober mit dem Programm zu starten!

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